Dresden / Stuttgart, 27.3.2026. Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von Montag, 12. bis Dienstag, 13. Oktober 2026, zum 78. Deutschen Pfarrerinnen und Pfarrertag in Stuttgart erwartet. Zum wiederholten Mal (nach 1912 und 1982) tagen die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Deutschland und einigen europäischen Partnerkirchen in Stuttgart, und damit im Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Der Kongress steht unter dem Thema: „Hoffnung“ und findet zeitgleich mit dem Tag der Württembergischen Pfarrerinnen und Pfarrer 2026 statt. Hauptreferentin ist Prof. Dr. Ruth Conrad von der Humboldt-Universität Berlin.

Zum Tagungsthema schreibt der Vorsitzende des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und  Pfarrer in Deutschland e.V., Pfarrer Eckehard Möller (Dresden):

„Hoffnung. Hoffnung? Hoffnung worauf? Gibt es noch Hoffnung? Ist Hoffnung berechtigt? Können wir noch hoffen? Hoffnung. Viele Fragezeichen.

Oder Hoffnung lieber mit Ausrufezeichen? Hoffnung! Müssen wir doch haben! Haben wir zu verkündigen! Das ist schließlich unsere Aufgabe – Evangelium, die gute Nachricht, die frohe Botschaft!

All diese Fragen haben wir lange diskutiert. Und sind zu dem Entschluss gekommen: Hoffnung ist unser Thema – aber ganz ohne Satzzeichen. Einfach Hoffnung. Ohne jeden Imperativ. Ohne jede Selbstvergewisserung. Ohne jeden Sarkasmus.

Im Anschluss haben wir zum modernsten Mittel unserer Zeit gegriffen und KI, die Künstliche Intelligenz, befragt: „Warum kann man 2026 Hoffnung haben?“ Die Antworten waren zunächst ernüchternd: Es gebe Fortschritte im Klimaschutz, in Medizin und Technik. Auch werde die junge Generation aktiver. Die Fußball-Weltmeisterschaft könne die Völker verbinden. Und schließlich: die KI sehe Chancen auf eine politische Stabilisierung, denn in vielen Krisenregionen der Welt würden diplomatische Prozesse laufen, die 2026 erste greifbare Ergebnisse zeigen könnten.

Wenige Tage nach dieser Antwort wurde die Künstliche Intelligenz durch einige Mächtige dieser Welt eines Besseren belehrt.

Daher unternahmen wir einen zweiten Anlauf und befragten die KI präziser: „Welche Hoffnung kann die christliche Religion im Jahr 2026 geben?“ Und schon bekamen die Antworten ganz andere Intentionen: Die Würde und der Wert eines jeden Menschen, weil von Gott gewollt, geliebt und einzigartig. Oder Hoffnung über den Tod hinaus. Vergebung und Neubeginn. Solidarität mit den Schwachen. Sinn in Leid und Krise durch die Erlösung. Gemeinschaft statt Isolation. Die Vision einer gerechteren Welt.

Das Fazit der befragten KI: Die christliche Religion kann 2026 Hoffnung geben – nicht, weil sich die Welt verbessert hätte, sondern weil das Christentum eine tiefe, tragfähige Antwort auf die Fragen nach Sinn, Schuld, Gemeinschaft und Zukunft anbietet. Es kann Menschen darin stärken, mit Mut, Liebe und Vertrauen zu leben – selbst in einer unsicheren Zeit.

Hoffnung – das ist genau unser Thema für den Pfarrerinnen- und Pfarrertag Mitte Oktober 2026 in Stuttgart. Hoffnung – ohne alle Satzzeichen. Einfach Hoffnung.

Für das Hauptreferat haben wir Prof. Dr. Ruth Conrad von der Humboldt-Universität Berlin, Praktische Theologie mit Schwerpunkt Homiletik, Liturgik und Kirchentheorie, gewinnen können. Am Dienstag, den 13. Oktober 2026, wird sie um 10 Uhr im Hegelsaal des Kongresszentrums Stuttgart beginnen. Im Anschluss daran wird der Direktor des Pfarrseminars in Württemberg, Dr. Martin Weeber, auf den Vortrag antworten.

Lassen Sie uns gemeinsam die Berechtigung zur Hoffnung erkunden!

 

Eckehard Möller, Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V.